äm Kari sini Fründe

29. August 2010

Die Thunerseespiele haben mit ihren Aufführungen einmal mehr die Herzen berührt. Die Geschichte von Dällebach Kari bescherte den Organisatoren Rekordbesucherzahlen und wird nun sogar nach Zürich exportiert.

Auch viele Thuner waren bewegt von dieser witzig-melancholischen Geschichte und haben mit Dällebach Kari mitgelitten. Haben wir uns dabei auch Gedanken gemacht, was wäre, wenn Kari heute und  in Thun leben würde? Als Stadtoriginal: Ein benachteiligter Mitmensch stürzt ab und stürzt sich von der Brücke.

Dällebach Kari hatte besondere Qualitäten: Er verstand sein Handwerk als Coiffeur („Kunst am Gring“) und er verstand es, die Leute mit trockenem Humor zu unterhalten. Lebenswerte Eigenschaften. Liebenswerte Eigenschaften? Kari hatte wegen anderen Beeinträchtigungen praktisch keine wahren Freunde.  Was wäre gewesen, wenn ein solidarisches Netz von Freunden Kari in seinen Zweifeln getragen und sogar aufgefangen hätte?

Solidarität mit sozial Benachteiligten. Nein, nicht nur Solidarität. Sind wir heute in Thun fähig, Freundschaften zu leben zu unseren Mitmenschen, vor allem zu denen, die vom Leben nicht gerade bevorteilt wurden? Wie eng spannen wir das Netz der Solidarität in Thun? Bliebe heute einem Stadtoriginal in Thun auch nur dieser Notausgang? Wo si am Kari sini Fründe?

http://www.feggwatt.ch/42-tage/index.php

also doch . . . Schulkommission in der Pflicht

27. August 2010

Die Antwort des Regierungsrat auf meine Interpellation:

Eltern und Schule – Gewichtung der Elternmeinung und Vermittlung bei Differenzen. Werden die Eltern und ihre Erziehungskompetenz bei der Ausgestaltung und Anwendung des Volkschulgesetzes vergessen?
http://www.gr.be.ch/gr/de/index/geschaefte/geschaefte/suche/geschaeft.gid-5743e1fb8d2d4e069d9b56299d2ac6c4.html

bestätigt meine Forderung, dass sich die Schulkomission wieder vermehrt beratend und unterstützend zu Gunsten der Eltern einsetzen sollte und nicht nur auf “strategische” Geschäfte zurückziehen kann.

Als Eltern sind wir dankbar, eine Anlaufstelle zu haben. Der Regierungsrat schreibt in seiner Antwort wörtlich:

In Art. 31 Abs. 4 VSG ist der Schulkommission als nichtkantonaler „Stelle“ die Aufgabe zugewiesen, Eltern anzuhören und sie zu beraten.
und weiter:

Der Regierungsrat stimmt mit dem Interpellanten überein, dass Beratung und Vermittlung in jedem Fall anzustreben sind, um eine Eskalation und das Beschreiten des Rechtsweges zu vermeiden. Mit der Schulkommission und der Erziehungsberatung sind Anlaufstellen vorhanden, die Eltern wirksam unterstützen können. 

Unter diesem Gesichtspunkt war die Thuner Antwort auf eine frühere Interpellation nicht sehr weise. Ich hoffe zu Gunste der Eltern, dass hier auch gewisse Lehren gezogen wurden.

http://www.thun.ch/fileadmin/behoerden/stadtrat/media/pdf/maerz2010/TR8.pdf

Ist in Thun die Politik käuflich?

8. August 2010

Gemäss Berichten im Thuner Tagblatt vom Samstag 7. August haben fünf Thuner Verbände die bürgerlichen Parteien aufgefordert, sich auf einen Kandidaten für das Stadtpräsidiums zu einigen. Die Art und Weise dieses Vorgehens löst Befremden aus und veranlasst uns zu einer Stellungnahme. Wirtschaftsfreundlichkeit ist nicht nur bei den rechts-bürgerlichen zu suchen, das Wohl der Stadt ist aber auch  nicht nur in der Wirtschaftsfreundlichkeit zu suchen. Hier der Bericht im TT:

http://tt.bernerzeitung.ch/region/gemeinde/-Buergerliche-geraten-unter-Druck-/story/16316458

oder auch als pdf

bürgerliche unter Druck

Und hier die Stellungsnahme von mir und unserem Wahlleiter Jonas Baumann unter dem Titel: ist in Thun die Politik käuflich?

Statement EVP zu TT Bericht 7.August

Noch mehr zur Story:

was meint der Mitkandidat, Konrad Hädener, CVP, dazu:

http://networkedblogs.com/6DhIX

Am Dienstag 10. August bringt das TT wieder einen Bericht dazu, hier ist er:

http://www.bernerzeitung.ch/region/thun/Buergerliche-reagieren-mit-Kritik-auf-Wirtschaftsverbaende/story/25479010

Mit dem Tandem unterwegs . . .

5. August 2010

Wiederum durften Andrea und ich diesen Sommer ein paar gemeinsame Ferientage geniessen. Unser Ziel der diesjährigen Velo-Tour waren die Jurahöhen:

kurz vor dem Mont Soleil

Tandem Tour 2010

Die erste Etappe führte uns mit ca. 100 km von Thun nach Cortaillod am Neuenburgersee. Am nächsten Tag radelten wir über die Areuseschlucht nach Travers, von dort weiter hoch auf das Hochplateau von Pont Martel. Neben La Chaux de Fonds vorbei ging es weiter Richtung Mont Soleil. Müde aber glücklich und bei schönstem Wetter erreichten wir unser Etappenziel den Mont Croisin und konnten im www.vert-bois.ch richtig geniessen. Dies gehört für mich auch dazu: Schöne, anstrengende Tandem-Touren und abends kulinarisch geniessen und den Berufshorizont erweitern. Am nächsten Morgen stellten wir nach der Kiesfahrt einen Platten fest, der sich leider nur teilweise reparieren lies. Zudem setzte kühler Dauerregen ein, was uns veranlasste, unsere Tour abzubrechen und von Tavannes mit dem Zug wieder zurück nach Thun zu kehren. Auch dies eine neue Erfahrung mit dem Tandem, jedoch zeigte sich, dass unser faltbares Bike durchaus geeignet ist für Zugtransporte.

Hier ein paar Eindrücke von der Jura Tour:

JuraTourTandem

Initiative “Faire Steuern – für Familien”

3. August 2010

Zum genannten Thema hier ein Gastkommentar von Ruedi Löffel aus einem aktuellen Mail.

Liebe Beterinnen und Beter, liebe Interessierte

Diesmal schicke ich euch keine Gebetsmail (die nächste kommt dann im September), sondern ein anderes Anliegen, das mir enorm wichtig ist:

Am 24. April 2010 haben die Delegierten der EVP des Kantons Bern in Frutigen beschlossen, die Initiative „Faire Steuern – Für Familien“ zu unterstützen. Der Entscheid fiel nach einer lebhaften und engagierten Diskussion mit 38 Ja- zu 3 Nein-Stimmen sehr deutlich. Marc Jost und ich gehören zum Initiativkomitee.

Die Initiative wurde lanciert um die vom Grossen Rat beschlossene Steuergesetzrevision weitgehend rückgängig zu machen, weil die finanziellen Folgen für den Kanton und die Gemeinden nicht tragbar sind und fast unweigerlich zu neuen Schulden führen würden. Selbst ohne zusätzliche Steuersenkungen klafft nämlich im Finanzplan des Kantons Bern ein riesiges Loch von 899 Millionen Franken.

Die EVP-Fraktion hatte sich im Grossen Rat – leider erfolglos – für eine moderatere Steuersenkung, für eine Besserstellung der Familien und für einen Kompromiss bei der Pauschalbesteuerung von reichen Ausländern eingesetzt.

Die Initiative fordert konkret:

·         Abschaffung der Pauschalbesteuerung reicher Ausländer (Art. 16) wie das bereits der Kanton Zürich beschlossen hat.
vgl. dazu: http://www.20min.ch/news/zuerich/story/18146656

·         Erhöhung des Kinderabzugs bei der Einkommenssteuer von heute 6’300.- auf 8’000.- Franken (Art. 40a).

·         Beibehaltung des heute geltenden Rechts bei Einkommenssteuertarif (Art. 42), Vermögenssteuertarif (Art. 65) und Vermögenssteuerbremse (Art. 66) = Steuern bleiben so wie heute.

Die wichtigsten Argumente für die Unterstützung der Initiative aus Sicht der EVP sind die folgenden.

  • Die Pauschalsteuer ist gegenüber einheimischen Steuerzahlenden ungerecht. Die Abschaffung fördert die Gerechtigkeit.
  • Die Erhöhung des Kinderabzuges senkt die Steuern dort ein wenig, wo es besonders nötig ist, bei den Familien und ist ein Zeichen der Wertschätzung.
  • Das Verhindern von neuen Schulden dient der Nachhaltigkeit und bewahrt die nachfolgenden Generationen ein Stück weit vor zusätzlichen Problemen.

Wir haben uns verpflichtet, an die insgesamt benötigten 15’000 Unterschriften mindestens 600 beizusteuern. Deshalb bitte ich euch, den beigefügten Initiativbogen auszudrucken und zu unterschreiben und bis allerspätestens 30. September an die auf der 2. Seite unten angegebene Adresse  zu schicken. http://www.evp-be.ch/fileadmin/user_upload/EVP_BE/Initiativen/U-Bogen_deutsch-definitiv-kl.pdf

Für Rückfragen jeglicher Art stehen Grossratskollege Marc Jost (076 206 57 57) und ich (031 398 14 52) gerne zur Verfügung.

Vielen herzlichen Dank für eure Unterstützung und liebe Grüsse

Ruedi

 

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Ruedi Löffel

Leiter Fachstelle für Suchtprävention Blaues Kreuz Bern

Geschäftsführer EVP Kanton Bern, Grossrat

Tel G direkt 031 398 14 52 / Fax 031 398 14 51

ruedi.loeffel@suchtpraevention.org

www.suchtpraevention.org

www.facebook.com/ruediloeffel

www.loeffel.net